Wer in Österreich die beste Quote zahlt – und was die Marge kostet
Inhaltsverzeichnis
Stand der Daten: 29 Oktober 2026. Geprüft gegen die Land-Bewilligungen Niederösterreichs, Tirols und Oberösterreichs, die Wettgebühr nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG und die Wettordnungen der genannten Anbieter.
Die Quote ist das Einzige, was ein Buchmacher dem Kunden wirklich verkauft – alles andere ist Drumherum. Wer in Österreich zwischen tipp3, win2day, Admiral und Offshore-Anbietern wie Rabona oder bet365 wählt, sollte daher nicht auf die Wettmärkte, den Willkommensbonus oder die App-Optik schauen, sondern auf den Quotenschlüssel, also den Anteil der Einsätze, den ein Markt rechnerisch an die Wettkunden zurückgibt. Die höchste Quote verspricht nicht automatisch den höchsten Gewinn – sie reduziert nur die Marge des Buchmachers, die in jeder einzelnen Zahl steckt. Was genau die Marge ist, wie man sie aus zwei oder drei Zahlen selbst berechnet, und welche österreichischen Anbieter im aktuellen Vergleich als Land-bewilligte Anbieter dastehen, ist Inhalt dieser Seite.
Die Frage „Wer hat die besten Quoten?“ hat in Österreich eine eigentümliche Antwort: Es gibt keinen nationalen Bookie-Vergleich und keine Bundesbehörde, die Quoten prüft. Die Bewilligung erteilt eines der neun Bundesländer – und sie regelt nur, ob der Anbieter Sportwetten anbieten darf, nicht wie hoch seine Quoten sind. Wer die Quote vergleicht, vergleicht deshalb das, was der Markt jedem Wettanbieter freistellt: die Spanne zwischen Auszahlungsquote und Hausvorteil, zwischen dem, was die Wettkunden zurückbekommen, und dem, was im Buch bleibt.
Die Wettgebühr von 5 %, die seit dem 1. April 2025 auf jeden Wetteinsatz anfällt, kommt erschwerend hinzu. Sie wird vom Anbieter geschuldet, aber im Gewinnfall in Österreich typischerweise direkt vom Bruttogewinn abgezogen. Eine Quote von 2,00 ist also unter der Gebühr etwas anderes wert als ohne sie. Welcher Anbieter die Gebühr trägt, wer sie abzieht und wie sie im Gewinnfall den Auszahlungsbetrag schmälert, gehört in jeden ehrlichen Vergleich.
Die Top-Buchmacher mit den besten Quoten in Österreich
Ein Vergleich der Quoten in Österreich beginnt nicht mit dem Anbieter, sondern mit der Frage, wer hier überhaupt eine Land-Bewilligung hat. Wer eine führt, unterliegt den Wettgesetzen des Landes, das sie ausgestellt hat – nicht dem Glücksspielgesetz. Wer keine führt, ist ein ausländisch konzessionierter Anbieter ohne österreichische Aufsicht, im Markt aber genauso präsent. Die folgende Übersicht trennt diese beiden Gruppen konsequent, listet sie in der Reihenfolge des Bewilligungsstatus und notiert pro Anbieter das, was die Quoten-Rangliste tatsächlich verschiebt: den publizierten Quotenschlüssel, den Stand der Wettgebühr-Regelung und – wo vorhanden – konkrete Werte zur Marge.

| Anbieter | Land-Bewilligung | Betreiber / berichtete Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | Niederösterreich (Bewilligung vom 10.12.2020) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. (Wien) |
| win2day | Niederösterreich (Bewilligung vom 10.12.2020) | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Merkur Bets | Land-Bewilligung – Land und Bescheid nicht offengelegt | nicht ausgewiesen |
| Starsportwetten | Land-Bewilligung – Bescheid vom 8. März 2022, Bundesland nicht ausgewiesen | Star Sportwetten GmbH |
| Vierklee | Tirol (Zl. IIa.10.065/144-0) | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Admiral | Oberösterreich (Oö. Wettgesetz) | ADMIRAL Sportwetten GmbH (Gumpoldskirchen) |
| Rabona | ohne österreichische Bewilligung | ausländische Lizenz, in den AGB genannt |
| DAZN Bet | ohne österreichische Bewilligung | DZBT Limited (App-Anbieter im österreichischen App Store) |
| Felixspin | ohne österreichische Bewilligung | Felixspin Ltd., MGA MG/B2C/344-2023 (Selbstangabe) |
| bet365 | ohne österreichische Bewilligung | MGA/CRP/531/2018 |
Die Spalte „Land-Bewilligung“ gibt an, was der Anbieter selbst verlautbart – ein einheitliches österreichisches Register, an dem man die Bewilligung verifizieren könnte, existiert nicht. Bei tipp3, win2day und Vierklee ist das ausgewählte Land belegbar; bei Merkur Bets, Starsportwetten und Admiral steht die Bewilligung zwar fest, aber ohne das zugehörige Aktenzeichen, das die Land-Behörde führen müsste. Wer eine dieser Bewilligungen prüft, landet derzeit beim Impressum oder der Wettordnung des Anbieters – mehr Aufsicht gibt es im föderalen System nicht.
Was die Tabelle bewusst nicht zeigt
Der Quotenschlüssel – also die rechnerische Auszahlungsquote eines Marktes – ist tabellarisch nicht erfasst, weil kein Anbieter in seinem öffentlichen Auftritt einen Wert nennt. Was im Raum steht, sind Größenordnungen aus der Wettbranche: zwei Ausgänge (Tennis, Basketball) liegen nahe an 95 % Auszahlung, drei Ausgänge (Fußball-1X2) eher bei 88–92 %, je nachdem, wie angesetzt wurde. Solche Werte sind Durchschnitte und keine Selbstauskunft – sie stehen deshalb nicht in der Tabelle, sondern in den Abschnitten zur Marge.

Was Quoten in Österreich aussagen – und was nicht
Eine Quote ist kein Tipp des Buchmachers, sondern eine Gegenwarts- und Zukunftsbehauptung in einer Zahl. Der Buchmacher behauptet, dass das Ereignis mit der impliziten Wahrscheinlichkeit – dem Kehrwert der Quote – eintrifft, korrigiert um seinen Anteil. Der Anteil heißt Marge, der Mechanismus heißt Overround.
Feste Quote, variable Quote und die Totalisator-Ausnahme
Was die meisten österreichischen Wettkunden auf dem Wettschein sehen, ist die feste Quote: Der Anbieter setzt sie, der Wettende nimmt sie oder lässt es, und nach Wettabschluss bleibt sie stehen. Nur Rennquoten (Pferdewetten) entstehen in Österreich noch über den Totalisator: Die Quote steht dort erst nach dem Rennen fest, weil die Wettenden untereinander wetten; bei Pferdewetten ist der Auszahlungsanteil mit bis zu etwa 85 % höher als bei typischen Buchmacher-Märkten, bei klassischen staatlichen Wetten liegt er deutlich darunter. Wer bei Buchmachern wie tipp3, win2day oder Admiral wettet, hat es dagegen fast immer mit der festen Quote zu tun. Cash-Out-Angebote sind keine eigene Quote – sie sind eine Offerte des Buchmachers während des Spiels, das Risiko zurückzukaufen, und folgen eigenen Regeln.
Implizite Wahrscheinlichkeit und Marge
Die implizite Wahrscheinlichkeit ist der Kehrwert der Quote: 2,00 entspricht 50,00 %, 4,00 entspricht 25,00 %, 1,50 entspricht 66,67 %. Addiert man diese Wahrscheinlichkeiten über alle Ausgänge eines Marktes, kommt typischerweise mehr als 100 % heraus – dieser Überschuss ist die Marge. Bei einer Zweiwegwette zu 1,90 / 1,90 ergibt sich rechnerisch:
- 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,9500, also rund 95,00 % Auszahlung
- Marge = 1 − 0,9500 = rund 5,00 %
Das ist der Mechanismus, der den Vergleich zwischen Buchmachern trägt. Zu 1,95 / 1,95 – ein typischer Außenseiter-Ansatz mit relativ enger Spanne – läge die Auszahlung bei rund 97,5 % und die Marge bei nur etwa 2,5 %. Zu 1,80 / 1,80 stiege die Marge auf etwa 10 %. Bei drei Ausgängen ist die Mechanik dieselbe, die Marge fällt aber ceteris paribus höher aus, weil das Buch auf drei Schultern ruht statt auf zweien.
Die 5 % Wettgebühr – wer sie zahlt, wer sie trägt
Die Sportwettengebühr ist die zweite Stellschraube, die in jedem österreichischen Quoten-Vergleich sitzt. Sie ändert nichts an der Auszahlungsquote des Marktes, aber sie ändert, was nach Abzug beim Kunden ankommt.
Wettgebühr: 5 % seit 1. April 2025
Die Wettgebühr nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG ist seit 1. April 2025 auf 5 % des Wetteinsatzes erhöht (zuvor 2 %). Die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerbsmäßig abschließt oder vermittelt – in der Regel der Anbieter, nicht der Wettende. tipp3 gibt dazu eine klare Aufteilung aus: Bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die Gebühr selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 % vom Gewinn abgezogen. Cash-Out-Gewinne sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind ausgenommen.
Das Rechenbeispiel, das tipp3 selbst nennt: 10 € Einsatz, Quote 2,00. Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 €, möglicher Gewinn 19 €. Das ist der saubere Fall – eine einzelne Wette, kein Akku, kein Cash-Out.
Was das für die Quote 2,00 konkret bedeutet
Wer die Gebühr ignoriert, vergleicht Quoten, die nie ganz auf dem Konto ankommen. Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 beträgt die Auszahlung ohne Gebühr 20,00 € – mit dem 5 %-Abzug vom Gewinn sind es noch 19,00 €. Auf 1 € genau nennt das tipp3. Andere Anbieter verfahren anders: Manche ziehen die Gebühr direkt vom Einsatz ab, manche reduzieren die Quote im Voraus, manche tragen sie vollständig selbst – das ist keine Frage der Quote, sondern der Geschäftsbedingung. Was die österreichische Wettgebühr in jedem Fall nicht ändert, ist die rechnerische Auszahlungsquote des Marktes, denn die entsteht schon bei Anbieter-Festlegung der Quoten. Sie ändert aber die Frage, die jeder Wettende am Ende stellt: Lohnt sich die Quote für mich – oder nur für den, der die Gebühr nicht zahlt?
Wettmärkte: Auszahlungsquoten und typische Margen
Wer Anbieter vergleicht, vergleicht Märkte. Die Spanne zwischen ihnen ist größer als die Spanne zwischen Anbietern im selben Markt. Wer einen Buchmacher mit „Top-Quoten“ wirbt, meint in aller Regel einen Hauptmarkt – 1X2, Match-Sieger, Over/Under. Die Nischenmärkte sind fast immer teurer, also margenstärker.
Zwei-Wege-Märkte: Tennis, Basketball, Handball
Zwei-Wege-Märkte haben die niedrigste Marge, weil der Buchmacher nur auf einer von zwei Seiten liegt – die andere Seite ist die implizite Gegenwahrscheinlichkeit. Die Auszahlungsquote liegt hier typischerweise zwischen 92 % und 97 %; Werte um die 95 %, wie sie die Branche nennt, sind Standard auf großen Events. Vierklee und Admiral listen Tennis im Wettprogramm; bet365, DAZN Bet und Rabona entsprechend in der Vorauswahl. Wer Tennis mit hoher Quote vergleicht, bewegt sich meist in einem Korridor von ein bis zwei Prozentpunkten Marge – wer auf Tie-Break-Wetten oder auf Satzwetten geht, sieht das schnell auf 8 % und mehr klettern.
Drei-Wege-Märkte: Fußball-1X2 und Eishockey
Drei-Wege-Märkte sind das Standardprodukt der österreichischen Buchmacher. Fußball-1X2 ist der am häufigsten angebotene Markt und entsprechend der mit der niedrigsten Marge; trotzdem liegt sie höher als bei Zwei-Wege-Märkten. Bei ausgeglichenen Partien sind Auszahlungen um 90–93 % erreichbar; bei Außenseiter-Spielen (klare Favoriten) weitet sich die Marge, weil der Favorit mit niedriger Quote (1,30–1,40) weniger Marge trägt als die Außenseiter-Seiten (4,00–8,00). Eishockey ist ähnlich aufgebaut, tendenziell etwas enger, weil Heimsiege seltener sind. Handball ist wieder näher am Zwei-Wege-Modell.
Spezialmärkte: Handicap, Über/Unter, Ergebniswetten
Sobald ein Markt nicht mehr „Wer gewinnt?“ fragt, sondern „Wie viele Tore fallen?“, „Wer schießt das erste Tor?“ oder „Welches Ergebnis genau?“, steigt die Marge. Handicap-Wetten ähneln eher Zwei-Wege-Märkten, wenn die Linie symmetrisch ist (+1,5/−1,5), und ähneln Drei-Wege-Märkten mit Draw No Bet. Ergebniswetten (0:0, 1:0, 1:1 …) sind das Extrem: Wer hier vergleicht, vergleicht oft zwölf bis fünfzehn Ausgänge, und die Marge klettert über 15 %. Wer auf Ergebniswetten setzt, akzeptiert eine niedrigere Auszahlungsquote pro Euro – das ist kein Tippfehler des Anbieters, sondern die Mathematik vieler Ausgänge mit eigenem Risiko.
Livewetten: Quotierung während des Spiels
Bei Livewetten ändern sich die Quoten, während das Spiel läuft. Die Land-Gesetze regeln, was live angeboten werden darf – Wien erlaubt nur Teilergebnisse oder das Endergebnis (Fassung 2020), Oberösterreich nur numerische Zwischenstände, Endergebnisse oder Torschützen (Fassung 2021). Das bedeutet: Die Live-Märkte, die ein österreichischer Anbieter hat, sind enger als das, was bet365 oder Rabona ohne österreichische Bewilligung listen dürfen. Wer Livewetten vergleicht, vergleicht also zwei Dinge: die Quote selbst und die Verfügbarkeit der Märkte. Die Quote bei Livewetten ist überdies tendenziell margenstärker als die Pre-Match-Quote, weil der Buchmacher das Spiel in Echtzeit bewertet und seine Position absichert.
Legale Rahmenbedingungen für Sportwetten in Österreich
Österreich hat keine zentrale Sportwetten-Regulierung. Wer „in Österreich lizenziert“ bewirbt, muss präziser werden: Die Bewilligung kommt von einem der neun Bundesländer, und die Bedingungen unterscheiden sich.
Zuständigkeit: neun Bundesländer, neun Wettgesetze
Jedes Bundesland hat sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Behörde. Niederösterreich (NÖ Wettgesetz, LGBl. Nr. 58/2020), Wien (Wiener Wettengesetz, LGBl. Nr. 26/2016) und Oberösterreich (Oö. Wettgesetz) sind die drei, auf die sich die hier gelisteten Anbieter berufen. tipp3 und win2day nennen die Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 (IVW1-Wett-47/001-2020). Vierklee nennt eine Tiroler Bewilligung (Zl. IIa.10.065/144-0). Admiral beruft sich auf das Oö. Wettgesetz. Bei Merkur Bets, Starsportwetten und einigen weiteren Marken fehlt die genaue Zuordnung in den ausgewählten Quellen, was nicht heißt, dass keine Bewilligung vorliegt – es heißt, dass die Verifikation nur über das jeweilige Impressum oder die Anbieter-Wettordnung läuft.
Eine nationale Liste, an der die Bewilligungen aller Anbieter ablesbar wären, existiert nicht. Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH 9.4.2026, Ra 2025/02/0037 zum Oö. Wettgesetz; VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019 zum GSpG) hat den Server-Standort als Anker für die Land-Zuständigkeit bestätigt – wer aus dem Ausland nach Österreich spielt, fällt nicht automatisch unter ein Land-Gesetz, solange der Datenfluss außerhalb Österreichs bleibt. Das macht die Frage, ob ein bestimmter ausländischer Anbieter „legal“ oder „illegal“ ist, zu einer Frage, die vom Server, vom Land und vom Einzelfall abhängt.
Einsätze, Livewetten und Limits: was die Land-Gesetze regeln
Oberösterreich und Niederösterreich setzen Einsatzlimits von 500 € pro Wette, Wien setzt 50 € pro Wette am Terminal ohne Bedienung. Online-Limits sind in den genannten Quellen nicht durchgehend beziffert. Livewetten sind im jeweiligen Land-Text geregelt: Wien erlaubt sie nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich auf numerische Zwischenstände, Endergebnisse oder „Wer schießt das nächste Tor“. Was jedes Land unter Livewetten fasst, ist ein anderes Set – und es ist genau das Set, das ein Anbieter je nach Bewilligung anbieten darf. Das erklärt auch, warum bet365 und DAZN Bet, die ohne österreichische Bewilligung arbeiten, oft mehr Live-Märkte listen als die österreichischen Anbieter.
Wer ohne österreichische Bewilligung wettet
Wer sich bei Rabona, DAZN Bet, Felixspin oder bet365 anmeldet, spielt bei einem Anbieter ohne österreichische Land-Bewilligung. Das heißt: keine österreichische Aufsicht, keine österreichische Selbstsperre, die diesen Anbieter erfasst, keine österreichische Beschwerdestelle für das Produkt. Drei dieser vier Marken nennen eine Lizenz aus Malta (MGA), eine weitere beruft sich auf denselben Rahmen; MGA ist keine österreichische Lizenz und nicht damit gleichzusetzen. Ob aus dieser Konstellation rechtliche Folgen für den Wettkunden folgen, hängt vom Land und vom Server-Standort ab – die österreichischen Gerichte haben für ausländische Casino- und Poker-Anbieter Rückzahlungen angeordnet, für Sportwetten liegt keine vergleichbare Entscheidung vor.
Die Konsequenz ist einfach: Wer bei einem nicht in Österreich bewilligten Anbieter spielt, vergleicht dort nicht nur Quoten, sondern auch Regeln, die nicht durch österreichische Behörden durchgesetzt werden. Das ist keine Wertung – es ist der Grund, warum die Bewilligung in der Übersicht ‚Die Top-Buchmacher mit den besten Quoten in Österreich‘ an erster Stelle steht.
Verantwortungsvolles Wetten: Alter, Limits und Selbstsperre
Die Quoten sind der erste Blickfang, der Schutz des Spielers die zweite Pflichtseite. In Österreich gilt – je nach Land – das Alter 18 als Mindestalter; tipp3 gibt an, dass die Sperre systemtechnisch greift, und Starsportwetten wirbt mit „ab 18 Jahren“. Wer unter 18 ist, kann bei keinem der genannten Anbieter ein Wettkonto führen.
Einzahlungslimits beim Anbieter
win2day gibt in seiner Wettordnung ein gestaffeltes Einzahlungslimit an: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat – auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. tipp3 wirbt mit ähnlichen Limits, die das Unternehmen selbst setzt. Solche Limits sind Vertragsbedingungen, nicht Gesetz – kein österreichisches Bundesgesetz schreibt für Sportwetten ein Einzahlungslimit vor; die Reformdiskussion in Steiermark und Niederösterreich (2025) hat es gefordert, aber bislang nichts verabschiedet.
Was die Land-Gesetze an Schutzmechanismen vorsehen, ist eine Selbstsperre pro Anbieter: tipp3 etwa bietet eine Spielpause (1, 3 oder 6 Monate, Guthaben bleibt auf dem Konto) und eine Selbstsperre (1, 2 oder 3 Jahre, Guthaben wird ausgezahlt, Aufhebung ist nicht möglich). Wien gibt für die Land-Sperre eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren vor, bevor sie aufgehoben werden kann. Eine nationale Sperrdatei für Sportwetten gibt es nicht; das ist ein wesentlicher Unterschied zur Bundes-Glücksspielregulierung, die mit der Reform 2026 einen Sperrregister plant – Sportwetten sind dort bislang nicht erfasst.
Wenn das Wetten kippt
Wer Anzeichen dafür sucht, dass eigenes Spielverhalten aus dem Ruder läuft, kann sich an die nationale Anlaufstelle playsponsible.at wenden – sie ist die offizielle österreichische Plattform für Fragen rund um Spielsucht und Prävention. Die Operator-Seiten ergänzen das mit eigenen Hinweisen, teilweise mit Selbstausschluss-Formularen, die pro Anbieter wirken. Das ist die Architektur, in der Sportwetten-Schutz in Österreich derzeit funktioniert: keine zentrale Datei, kein zentrales Limit, stattdessen der Anbieter und das Beratungsangebot.
Quoten, Value und die Illusion des sicheren Tipps
Wer nach Quoten sucht, sucht nach Value. Was nach Value aussieht, ist eine Quote, die die Wahrscheinlichkeit übersteigt, die der Wettende selbst sieht – und genau das ist der Punkt, an dem die meisten Wett-Tipps zerbrechen.
Was ein Value-Tipp sein kann
Value entsteht, wenn die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit höher ist als die durch die implizierte Quote ausgedrückte. Wer eine Mannschaft auf 60 % Siegchance schätzt und der Markt bietet 1,80 (entspricht 55,56 %), ist im Plus – rechnerisch. Das Problem ist nicht die Mechanik, sondern die Schätzung. Wer seine eigene Schätzung „kennt“, überprüft sie fast nie. Wer Quoten als Hinweis liest, betrachtet sie als Wahrscheinlichkeitsschätzung des Marktes – und kann daraus die Differenz zu seiner eigenen Einschätzung lesen. Wer Quoten als Prognose liest, liegt mit dem Buchmacher mit und ändert daran nichts.
Form, Daten und der „sichere Tipp“
Wett-Tipps sind Versprechen über die Zukunft. Niemand – kein Anbieter, kein Tipp-Dienst, kein Portal – kann eine Wette „sicher“ machen, weil die Quote selbst schon eine Wahrscheinlichkeitsaussage ist. Was sich verbessern lässt, ist die Wahrscheinlichkeit der eigenen Schätzung: Form, Verletzungen, Heimvorteil, Wetter, Historie. Wer all das einbezieht, schätzt mit weniger Rauschen – aber schätzt noch immer. Wer einen Tipp kauft, kauft eine Meinung; die Quote daneben ist die des Marktes. Die Differenz ist Value oder das Fehlen davon.
Quoten-Bewegung als Signal
Bei Livewetten verändern sich die Quoten, weil der Markt neue Informationen einpreist – ein Tor, eine Rote Karte, eine Verletzung. Pre-Match-Bewegungen folgen demselben Mechanismus, nur langsamer. Wer eine Quote bei 1,85 sieht, die auf 2,10 fällt, sieht den Markt, der dem Ausgang weniger Wahrscheinlichkeit gibt als zuvor. Das ist Information – aber nicht Wahrheit: Wer daraus ein Signal macht, sollte das Verhältnis zur eigenen Einschätzung prüfen, nicht das Signal selbst.
Wettarten im österreichischen Vergleich
Was in dieser Übersicht fehlt, ist die Wettart. Die bestimmt, wie viele Ausgänge kalkuliert werden und damit, wo die Marge sitzt.
Einzelwette und Kombiwette
Die Einzelwette ist ein Markt mit einem Tipp – niedrigste Marge, höchste Auszahlungsquote, kein Multiplikator. Die Kombiwette multipliziert die Quoten mehrerer Märkte, aber auch die impliziten Wahrscheinlichkeiten: Wer fünf Quoten zu je 1,90 in einer Kombi spielt, kommt auf 1,90⁵ ≈ 24,76 – klingt verlockend, aber die Auszahlungsquote sinkt mit jedem Bein. 95 % × 95 % × 95 % × 95 % × 95 % ≈ 77,4 % – die kombinierte Auszahlungsquote des gesamten Tickets. Die Kombiwette ist kein Bonus auf die Quote, sie ist eine Marge auf jede einzelne.
Systemwetten und Ergebniswetten
Systemwetten sind Kombinationen von Kombis – wer „3 aus 5“ spielt, spielt zehn Kombis zu je drei Beinen. Die Marge addiert sich entsprechend; das ist der Preis für die Absicherung gegen ein verlorenes Bein. Ergebniswetten (0:0, 0:1, 1:0 …) sind Einzelwetten mit sehr vielen Ausgängen und entsprechend hoher Marge – bei zwölf Ausgängen liegt die Marge schnell über 15 %. Wer diese Märkte spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Quote hier nicht für Großzügigkeit steht, sondern fürs Risiko des Buchmachers, jeden Ausgang einzeln modellieren zu müssen.
Livewetten und Cash-Out
Livewetten und Cash-Out sind im österreichischen Markt enger reguliert als im Offshore-Markt: Nur was das jeweilige Land-Gesetz erlaubt, darf live angeboten werden. Cash-Out ist eine Funktion, kein Markt: Der Anbieter kauft dem Wettenden die offene Wette ab, zu einer Quote, die er selbst festlegt – typischerweise schlechter als der „faire“ Anteil. Wer Cash-Out nutzt, akzeptiert eine kleinere Auszahlung im Tausch gegen ein gesichertes Ergebnis. Welcher Anbieter Cash-Out anbietet, ist Vertragsbedingung; eine österreichische Vorgabe dazu gibt es nicht.
Die Anbieter im Detail
Die folgenden Abschnitte gehen die zehn Anbieter einzeln durch – in der Reihenfolge, in der diese Übersicht sie nennt. Die Land-Bewilligung steht jeweils voran, weil sie die wichtigste Eigenschaft für österreichische Wettkunden ist.
tipp3
tipp3 ist eine der beiden großen Marken, die sich auf das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020) berufen – die Bewilligung ist vom 10.12.2020 (IVW1-Wett-47/001-2020), der Betreiber die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. in Wien. Der Anbieter nennt seine Wettgebühr-Behandlung offen: 5 % werden im Gewinnfall vom Gewinn abgezogen, bei Verlust trägt tipp3 die Gebühr selbst. Cash-Out-Gewinne sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind ausgenommen. Beim Spielerschutz bietet tipp3 eine Spielpause (1, 3 oder 6 Monate) und eine Selbstsperre (1, 2 oder 3 Jahre, mit Auszahlung des Guthabens); die Mindestaltersgrenze 18 wird laut Anbieter systemtechnisch erzwungen.
Der Quotenschlüssel ist, wie bei allen österreichischen Anbietern, nicht öffentlich beziffert – was bleibt, ist der Hinweis, dass tipp3 das Wettprogramm seiner Bewilligung entsprechend anbietet (kein virtuelles Sportwetten-Programm, keine politischen Wetten, keine TV-Show-Wetten). Wer tipp3 wählt, wählt einen Land-bewilligten Anbieter mit klarer Wettgebühr-Logik und klarer Selbstsperre – zwei Eigenschaften, die im Offshore-Markt nicht selbstverständlich sind.
win2day
win2day ist das Sportwetten-Produkt der Österreichischen Lotterien – die Sportwetten-Sparte beruht auf der NÖ-Bewilligung vom 10.12.2020 (IVW1-Wett-47/001-2020); Casino und Lotto laufen unter der Bundes-GSpG-Konzession und sind ein anderes Thema. Im Wettprogramm nennt win2day Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1; angeboten werden Einzel-, Kombi-, Langzeit- und Livewetten. Bei den Limits ist win2day der transparenteste Anbieter im Feld: 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag) bis 26 Jahre, 1.680 € pro Kalendermonat ab 26 Jahre, auf Antrag individuell erhöhbar; Gewinne zählen nicht zum Limit.
Wer seinen Wetteinsatz klar strukturieren will, findet bei win2day das eindeutigste Limit-Regelwerk unter den österreichischen Anbietern. Die Kehrseite: Win2day-Casino-Boni sind nicht automatisch Sportwetten-Boni – wer auf den bundesweiten GSpG-Bonus hereinfällt, hat ein anderes Produkt vor sich. Für reine Sportwetter ist win2day genau das: ein bewertetes Sportwetten-Angebot mit transparenten Limits.
Merkur Bets
Merkur Bets tritt seit Juni 2025 unter dieser Marke auf – vorher hieß die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996. Eine genaue Land-Bewilligung mit Aktenzeichen wird vom Anbieter in den ausgewählten Quellen nicht offengelegt; die Bewilligung selbst gilt als bestehend.
Was Merkur Bets von einigen Mitbewerbern unterscheidet, ist die Tradition in den Annahmestellen: Die Merkur Group betreibt über die Österreich-Tochter ein Netz von Wettannahmestellen, die mit dem Online-Auftritt verbunden sind. Für Quotenvergleiche bedeutet das: Der Anbieter sitzt zwischen den Land-bewilligten Anbietern mit klarer Bewilligungsbezeichnung (tipp3, win2day, Vierklee, Admiral) und denen ohne ausgewiesenes Aktenzeichen (Merkur Bets, Starsportwetten). Wer einen Anbieter mit Annahmestellen sucht, ist hier richtig – eine Garantie für höhere Quoten ist das nicht.
Starsportwetten
Starsportwetten ist nach Selbstauskunft „behördlich bewilligter Sportwettenanbieter“ – die App-Beschreibung nennt einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Bundesland und Aktenzeichen sind nicht öffentlich verfügbar.
Diese Lücke ist charakteristisch für die österreichische Bewilligungs-Praxis: Wer „Land-Bewilligung“ bewirbt, wirbt sie ohne landesspezifische Genauigkeit. Es ist kein Hinweis auf Probleme – aber es macht die Verifikation für den Wettkunden schwieriger als bei tipp3 oder Vierklee, wo Land und Aktenzeichen genannt werden. Für die Quoten-Rangfolge heißt das: Mitbewerber im Mittelfeld, ohne selbst eine Hausnummer für einen besonders engen Markt zu nennen.
Vierklee
Vierklee sitzt mit einer Tiroler Bewilligung (Zl. IIa.10.065/144-0) im Westen und ist einer der wenigen Anbieter, die einen klaren Höchstgewinn veröffentlichen: 15.000 € pro Einzel- oder Kombinationswette, ebenso pro Systemwette, und 50.000 € pro Wettkunde und Woche für ganz Österreich. Diese Limits sind echte Vertragsbedingungen – sie machen Vierklee für Wenig-Wetter ebenso uninteressant wie für High-Roller, weil ein Volltreffer von mehr als 15.000 € nicht ausbezahlt wird.
Wer mit kleineren Einsätzen wettet und Tirol als Bewilligungs-Land akzeptiert, bekommt hier einen seriös-deutlichen Anbieter mit klaren Gewinn-Caps. Das schmälert nicht die Quote – es schmälert den möglichen Auszahlungsbetrag. Wer das wissen will, liest die Wettbedingungen, bevor er die Wette platziert.
Admiral
Admiral gehört zur Novomatic-Gruppe – die ADMIRAL Sportwetten GmbH in Gumpoldskirchen wurde laut Wiki-Eintrag von Walter Grubmüller gegründet und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Heute sitzt der Anbieter mit einer Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz im österreichischen Markenportfolio und ist ähnlich breit wie tipp3 oder win2day aufgestellt.
Admiral trägt die Traditionsmarke des österreichischen Glücksspiels – auch wenn die Sportwette rechtlich nicht unter das GSpG fällt, sondern unter das jeweilige Land-Gesetz. Im Quotenvergleich bedeutet das: ähnliche Größenordnung wie tipp3 und win2day, mit einer jeweils eigenen Note in der Wettgebühr-Behandlung. Welche Quoten Admiral live anbietet, hängt vom Oö. Wettgesetz ab – kein Verstoß gegen die Livewetten-Regelung des Landes.
Rabona
Rabona ist im österreichischen Vergleich eine andere Kategorie – kein Land-bewilligter Anbieter, sondern ein internationaler Wettanbieter mit AGB, die einen 30-Tage-Umsatz für Sportboni vorschreiben (Casino-Boni: 10 Tage); Freiwetten-Gewinne sind 3-fach umzusetzen, Wetten mit Quoten unter 1,5 zählen nicht. Diese Angaben stehen in den Bedingungen, nicht in einer Land-Bewilligung.
Wer Rabona wählt, wählt einen Offshore-Anbieter mit tendenziell höherem Quoten-Niveau auf Hauptmärkten – aber ohne österreichische Aufsicht, ohne österreichische Selbstsperre (Rabona-Selbstsperre ist eine Eigenmaßnahme des Anbieters) und ohne österreichische Beschwerdestelle. Die Frage „Ist das legal?“ hat keine pauschale Antwort – sie hängt vom Server-Standort und vom Bundesland ab. Wer diese Frage klären will, liest die AGB und fragt im Zweifel einen Steuerberater oder Rechtsanwalt.
DAZN Bet
DAZN Bet ist im österreichischen App Store mit der App „DAZN Bet Sportwetten“ vom Entwickler DZBT Limited gelistet – kostenlos, iPhone-only, ab 18 Jahren. Im Wettprogramm nennt die Beschreibung Fußball, Basketball, Tennis, Formel 1, American Football, Darts und Baseball. Der Anbieter weist keine österreichische Bewilligung aus.
DAZN bringt die Marke des gleichnamigen Streaming-Dienstes in den Sportwetten-Markt – die Kombination aus Live-Übertragung und Wettangebot ist für ein österreichisches Publikum interessant, das ohnehin DAZN-Kunde ist. Im Quotenvergleich bleibt DAZN Bet ein Offshore-Anbieter ohne österreichische Aufsicht; die Frage, ob die App in Österreich über den App Store verfügbar sein darf, beantwortet der Anbieter selbst, nicht eine österreichische Behörde.
Felixspin
Felixspin ist ein Offshore-Anbieter mit Selbstangabe einer Malta-Lizenz (Felixspin Ltd., MG/B2C/344-2023). Diese Lizenz ist nicht unabhängig geprüft, sie steht im Footer der Seite. Der Anbieter weist keine österreichische Bewilligung aus.
Felixspin ist die schwächste Karte im Quotenvergleich – der Anbieter ist im österreichischen Markt unbekannt, die Selbstangabe einer Lizenz ist kein Eigenwert. Wer hier wettet, sollte die Lizenz bei der Malta Gaming Authority direkt prüfen und sich nicht auf den Footer verlassen.
bet365
bet365 ist die größte Marke im Offshore-Feld – beworben mit MGA-Lizenz (MGA/CRP/531/2018), ohne österreichische Bewilligung. Das Produkt selbst ist im deutschsprachigen Markt gesetzt, die Quoten sind für Hauptmärkte wettbewerbsfähig, die Live-Märkte sind breiter als bei österreichischen Land-Anbietern, weil das Oö. oder NÖ Wettgesetz nicht gilt.
Wer zwischen Admiral und bet365 vergleicht, vergleicht zwei Welten: ein österreichischer Anbieter mit Land-Bewilligung und Wettgebühr-Abzug im Gewinnfall, ein internationaler Anbieter mit MGA-Lizenz und eigenen Geschäftsbedingungen. Beide Seiten haben Vorteile – und beide Seiten haben einen Punkt, an dem sie für den Wettkunden nicht passen. Das gilt für keinen von beiden pauschal.
Wie der Vergleich praktisch funktioniert
Wer sich nicht nur auf die Übersicht ‚Die Top-Buchmacher mit den besten Quoten in Österreich‘ verlässt, sondern selbst prüft, hat vier Wege.
- Die Quote selbst nachschlagen. Drei Quoten, ein Markt, ein Rechner – die Auszahlungsquote steht in einer Zeile, die Marge ebenso.
- Die Wettordnung lesen. Was in welcher Reihenfolge ausgezahlt wird, welche Limits gelten, welche Märkte überhaupt angeboten werden.
- Den Land-Bewilligungstext prüfen. Welche Live-Märkte das jeweilige Land-Gesetz erlaubt, welche Einsatzlimits es setzt.
- Die App im Store lesen. Altersfreigabe, Anbieter (App-Entwickler ≠ Wettbetreiber), Store-Region.
Wer das alles tut, ist besser informiert als jemand, der nur die Werbung liest – und hat in der Regel schon die Marge vor Augen, bevor die Quote überhaupt auf dem Wettschein steht.
Häufige Fragen
Welcher Buchmacher hat die besten Quoten, und wie wird das verglichen?
Die „besten Quoten“ lassen sich nicht an einer Einzelzahl festmachen – sie hängen vom Markt ab. Verglichen werden Auszahlungsquoten eines konkreten Marktes zu einem konkreten Zeitpunkt; die Marge ergibt sich aus der Differenz zu 100 %. Österreichische Anbieter mit Land-Bewilligung wie tipp3, win2day und Admiral sind im Hauptmarkt wettbewerbsfähig, Offshore-Anbieter wie bet365 oft auf Hauptmärkten leicht höher, dafür ohne österreichische Aufsicht.
Was bedeuten Quoten bei Wetten, und wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote?
Eine Quote ist eine Wahrscheinlichkeitsaussage: 2,00 entspricht 50 %, 4,00 entspricht 25 %. Die Auszahlung bei einem Gewinn ist Einsatz × Quote; der Nettogewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine, mit jeder Multiplikation steigt aber auch die Marge.
Was ist die Marge eines Buchmachers, und wie lässt sie sich aus den Quoten ablesen?
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher bei ausgeglichenem Buch einbehält. Sie errechnet sich, indem die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes addiert und durch die Summe geteilt werden – das Ergebnis ist die Auszahlungsquote; die Differenz zu 100 % ist die Marge. Bei zwei Ausgängen à 1,90 ergibt sich eine Auszahlung von rund 95 % und eine Marge von etwa 5 %.
Wie verändert die Wettgebühr von 5 % den möglichen Gewinn bei einer Quote von 2,00?
Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 ohne Gebühr ist der Bruttogewinn 20 €. Die Wettgebühr von 5 % wird im Gewinnfall nach derzeitigem Standard vom Gewinn abgezogen – tipp3 nennt dazu das Beispiel 1 € Gebühr, 19 € Nettogewinn. Bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die Gebühr selbst; ob das überall so gehandhabt wird, variiert je nach Anbieter und ist Vertragsbedingung.
Warum ändern sich Quoten bei Livewetten, und gelten dafür Regeln je Bundesland?
Livewetten-Quoten verändern sich, weil neue Informationen in den Markt einfließen – ein Tor, eine Verletzung, eine Rote Karte. In Österreich sind die Livewetten-Märkte je nach Land-Gesetz eingeschränkt: Wien erlaubt nur Teilergebnisse und Endergebnis, Oberösterreich numerische Zwischenstände, Endergebnisse und nächster Torschütze. Welche Live-Märkte ein Anbieter anbieten darf, hängt also von der jeweiligen Land-Bewilligung ab.
Sagt eine hohe Quote etwas über die Bewilligung des Buchmachers in Österreich aus?
Eine hohe Quote ist eine Aussage über die Margenkalkulation eines Anbieters, nicht über seine Bewilligung. tipp3 und Admiral haben Land-Bewilligungen und moderate Margen, Offshore-Anbieter wie bet365 und DAZN Bet haben keine österreichische Bewilligung und können trotzdem höhere Hauptmarkt-Quoten listen. Die Quote entscheidet nicht über Legalität – das tut allein das Land-Gesetz, das für den jeweiligen Server-Standort gilt.
Dieser Beitrag wurde vom Team von Livewetten Hub erstellt.
